Albert-Schweitzer-Haus: Albert-Schweitzer-City 18 > Informationen über ASCity

über unsere City


Albert-Schweitzer-City


Kurzbeschreibung

Geschichte

Pädagogisches Konzept

Exemplarischer Tagesablauf

Beispiel einer Arbeitsstätte



Kurzbeschreibung:


Die Albert-Schweitzer-City (ASC) ist eine inszenierte Spielstadt für Darmstädter Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren. Die Spielstadt beinhaltet eine vereinfachte Infrastruktur, soziale, wirtschaftliche und politische Netzwerke wie eine richtige Stadt. Die Kinder werden durch das Spiel in das alltägliche Leben eingeführt, das normalerweise den Erwachsenen vorbehalten ist. Um den „Alltag“ möglichst genau zu definieren, ist eine fundierte Inszenierung des Spielmilieus notwendig.


Da eine richtige Stadt aus unzähligen Bereichen besteht, die miteinander in Interaktion treten und somit das Netzwerk und die Infrastruktur einer Stadt bilden, muss auch eine gute „Spielstadt“ aus vielen Bereichen bestehen, die möglichst realitätsnah sind, entsprechend miteinander interagieren und somit die Kinder zum Handeln anregen.



Geschichte:


Der Gedanke eine Kinderstadt im Albert-Schweitzer-Haus einzurichten, kam mit der Veröffentlichung der Lektüre „Mini-München“, in welcher die Organisation einer Stadt für Kinder in den Jahren 1979-1988 beschrieben wird.

Die ersten Versuche fanden in den Jahren ´96 und ´97 mit der Eröffnung „Ferienuni für Kinder und Jugendliche“ statt, in dem sowohl inhaltliche wie auch organisatorische Erfahrungen gesammelt wurden. 1998 war die erste Albert-Schweitzer-City. 120 Kinder im Alter von 6-14 Jahren belebten und erfüllten das Stadtleben. Sie gingen vormittags in verschiedene Arbeitsstätten, nachmittags konnten sie sich in Sport- oder  Kulturvereinen betätigen, um anschließend den Abend in der hauseigenen Pizzeria oder einer „Saft-Bar“ zu genießen.


Im Jahr 2000 wurde dann die Albert-Schweitzer-City ins Mittelalter verlegt. „Nibelheim 2000“, angelehnt an die Nibelungen, brachte vielfältige und neue Möglichkeiten im Bezug auf Arbeitsstätten, Nachmittagsprogrammen und Nachtleben.





Albert-Schweitzer-City


Pädagogisches Konzept:


Das Ziel der City ist, dass sich die Kinder in den vorgegebenen Rahmen frei bewegen können. Sie lernen Demokratie auf eine sehr spezielle und kindgerechte Art kennen. Von Wahlkampf bis hin zur Regierung einer Stadt mit der Problematik der Durchführbarkeit von Ideen und der Interessenkonflikte, bietet die ASC eine Plattform zum informellen lernen.

Von den Betreuungspersonen wird im Rahmen der ASC eine besondere Bereitschaft erwartet. Die Stadt für Kinder bietet den Kindern sehr vielseitige Möglichkeiten, sei es in der Persönlichkeitsentwicklung, im soziokulturellen lernen oder im handwerklichen Bereich.


Natürlich verlangt es von allen Verantwortlichen ein besonderes Maß an Vielseitigkeit, Spontanität und Kreativität. Die Wünsche und Beschlüsse der Kinder müssen gerade auf Hinsicht des Erfolges dieser Konzeption auf Umsetzung geprüft und alles Mögliche in Bewegung gesetzt werden um den Charakter der Ernsthaftigkeit zu bewahren.



Was gibt es also in solch einer Stadt?


Es ist z. B. das Rathaus samt Bürgermeister und seiner Verwaltung, ein Arbeitsamt, Polizei, Gericht, Post, Krankenhaus, Gärtnerei, Restaurant, Bäckerei, Presse, Fernsehen, Fahrdienste, Forschungslabor, Bank, Theater, Schreinerei, und vieles weitere mehr.

Im Gegensatz zu ähnlichen pädagogischen Ferienspielkonzepten hört die Albert-Schweitzer-City nicht an jedem Nachmittag auf, sondern beinhaltet auch ein Abend- und Nachtleben im Albert-Schweitzer-Haus. Dadurch verstärkt sich die Bindung zwischen den Kindern einerseits und zwischen Kindern und Betreuern andererseits.



Die pädagogischen Inhalte:


Bei einer Spielstadt, wie der Albert-Schweitzer-City geht es nicht nur um Spiel und Spaß, sondern um Wissensvermittlung, Förderung von handwerklichen, technischen, und kognitiven Fähigkeiten, Begabungen, und Talenten durch das informelle Lernen am Modell.

Darüber hinaus geht es um das Erlernen und Ausfeilen von sozialen Fähigkeiten im Rahmen einer spielgebundenen und freien Interaktion.


Innerhalb der Spielstadt bestimmen die Kinder über alle Abläufe, die in einem gegebenen Rahmen stattfinden (müssen). Die Dynamik und die Entwicklung des Spielgeschehens werden somit von den Kindern maßgeblich beeinflusst. Sie lernen dadurch Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und erfahren, dass die Konsequenzen ihrer Entscheidungen Erfolg oder Misserfolg bringen können. Da die Konsequenzen im Rahmen eines Spiels erlebt werden, können sowohl Erfolgs- als auch Misserfolgserlebnisse pädagogisch aufgearbeitet und in die reale Welt transferiert werden.

Albert-Schweitzer-City




Tagesablauf – Exemplarisch



8:30   Frühstück


10:00 Arbeitsstätten

- Betreuer sorgen dafür, dass ihre Kinder zur Arbeit gehen (laut Liste vom Arbeitsamt)

- In der Zeit von 12:30 – 13:30 Kantinenessen mit den „Arbeitskollegen“

- Fortsetzung Arbeitsstätten bis 13:30 + 30min Zeit zum Aufräumen

- Die Vergütung beträgt 2 Albertinos pro Stunde

- Das Parlament (Zimmersprecherinnen und Zimmersprecher) sollen nach Möglichkeit ihre Arbeit bis 12:30 beenden und zur Parlamentssitzung kommen.


13:00 Parlamentssitzung


14:00 Nachmittagspause für Kinder


14:15 Teambesprechung


16:00 Nachmittagsprogramm

- Einteilung findet auf dem Basketballplatz statt

- Nicht alle Nachmittagsangebote kosten Geld (ist den Listen zu entnehmen)


18:30    Abendessen

- Am Tisch sollten die Betreuer Kontakt zu ihren Kindern pflegen


19:00 Bank, Supermarkt und sonstige freiwillige Dienstleistungen werden geöffnet


20:00 Abendprogramm


22:30 Zimmerruhe

- Programmbedingte Ausnahmen


22:30 – 23:30 Uhr Teamsitzung Betreuer








Albert-Schweitzer-City




Beispiel einer Arbeitsstätte:


Arbeitsamt


Zubehör/ Materialien:


- 3 Scheren

- 5 Kulis

- Karteikarten für den aktuellen Tag

- Lohnzettel

- Adressaufkleber

- Mülleimer

- Kasse


Arbeitsbesprechung:


Kinder werden über die Abläufe genau informiert. Das Material (sollte im Schrank sein) wird gesichtet und evtl. besorgt. Lohnzettel werden nummeriert bzw. gezählt. (ist gut gegen Diebesdrang). Die Arbeitsliste wird den Kindern erklärt. Auf der Liste stehen alle Berufe. Die Berufe hinter denen ein Name steht finden an den jeweiligen Tag tatsächlich statt. Die Zahl daneben gibt die maximale Anzahl der Plätze in diesen Beruf an. Von jedem an diesem Tag statt findenden Beruf, wird eine Karte auf die Pinnwand gehängt. Die restlichen Karten liegen auf den Tisch davor (unerreichbar für die Kundschaft). Sobald alle Karten eines Berufes vergriffen sind, werden die Karten von der Pinnwand genommen und der Beruf ist voll. Für Berufe mit geringer Nachfrage soll Werbung gemacht werden und bei der Beratung besonders darauf hingewiesen.


Arbeitsabläufe:


- Kinder sichten Material

- Zerschneiden und bereiten die Lohnzettel vor

- Kleben Adressaufkleber auf Arbeitskarten die verbraucht sind

- machen Werbung für unattraktive Berufe

- Beraten die Kinder


Bei der Beratung: Kinder freundlich begrüßen. Fragen ob sie Jobwünsche haben. Kinder die Jobs beenden: Arbeitskarte nehmen  und Uhrzeit kontrollieren (hierbei muss festgestellt werden, ob das Kind auf direkten Wege nach Beendigung des Berufes zur AA gekommen ist und ob die Karte manipuliert wurde.) Nun wird der Name auf den Lohnzettel übertragen und der Adressaufkleber durchgestrichen.

Albert-Schweitzer-City




Das Bürgermeisteramt


Bürgermeister, Bürgermeisterin werden am ersten Tag nach einen Wahlkampf gewählt.

Pro Zimmer wird ein, eine „Abgeordnete“ gewählt, der die Bürger vertritt

Kandidaten können sich im Laufe des Freitags vorstellen und für sich Werbung machen

Die Kandidaten sollen alle an der Hochschule folgende Kurse belegen:

- Werbekampagne

- Moderation

- Allg. Politik in der City


Arbeitsstätte:

Schlagen Gesetze vor und veröffentlichen diese (Bsp. In der Zeitung)

Nehmen Beschwerden von Bürgern an

Organisieren die Wahl (Wahlzettel, Werbung, Auszählung,…)

Bereiten die Parlamentssitzungen vor.

Erheben Statistiken und entwerfen Formulare

Begleitet werden sie von der Leitung


Um 14:30 Uhr findet unabhängig von den aktuellen Arbeiten eine Sitzung mit dem Bürgermeister, den Sprechern und den Angestellten statt.



Eckdaten


  • Datum:

    • 25.06.18 - 01.07.18 (Woche 1) Für Kinder aus Darmstadt

      02.07.18 - 08.07.18 (Woche 2) Für Kinder aus Darmstadt

      09.07.18 - 15.07.18 (Woche 3) Für alle Kinder

       

  • Ort:

    • Albert-Schweitzer-Haus, Almenweg 37, 64678 Lindenfels

  • Teilnehmerzahl:

    • 100 Kinder pro Woche

  • Kosten pro Kind und Woche:

    • 150,- €


Programm/Inhalt:

 

    • Vormittags: Arbeitsstätten, „normaler“ Stadtbetrieb

    • Nachmittags: sportliche Freizeitangebote

    • Abends: kulturelle Angebote

    • Nachts: besondere Angebote