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Die etwas andere Uni

Die innovative Freizeit „Campus 3.0“, die in Kooperation mit der Stadt Darmstadt durchgeführt wurde und das Studentenleben als Grundlage für alle Aktivitäten nutzte, war ein voller Erfolg. Ohne Zwang oder Druck konnten die Kinder spielerisch eine schöne und lehrreiche Zeit im Albert-Schweitzer-Haus verbringen.

Zum Studienbeginn wurden die Studenten und Studentinnen in der Albert-Schweitzer-Universität willkommen geheißen. Mit einer Campusführung, dem Bezug der Studierenden-Wohngemeinschaften und der Aushändigung der Studienausweise war die erste Hürde geschafft. Zahlreiche renommierte Gastprofessoren und -Professorinnen standen auf dem Studienplan und versprachen spannende Kurse und Vorlesungen. Somit war ein exzellentes und anspruchsvolles Ausbildungsprogramm vorprogrammiert. Auch die Freizeitangebote und das Nachtleben am Campus waren eine gelungene Abwechslung zum Studienalltag.

Die Vorlesungen fanden größtenteils im Carl-Orff-Institut (Carl-Orff-Schule) und dem UNI-Sportgelände (der dazugehörigen Turnhalle) statt.  Unter Themen wie: Astrophysik, Politik, Astronomie, Biologie, Geschichte, Kultur, Modellfliegerei, Mythos Pilot, Kunst, Literatur, Handwerk, Chemie und vielen weiteren, wurden die Studiengänge zusammengestellt. Ausgefallene Sportarten wie; American Football, Capoeira (brasilianische Kampfsportart), Cheer- Dance, Freeletics und Hip Hop Dance weckten ebenso das Interesse der Studierenden.

Dass  die  Chemie nicht nur eine bedeutende Naturwissenschaft ist, sondern auch richtig Spaß machen kann, veranschaulichte Frau Dr. Schmidt, Leiterin des Merck-TU Darmstadt Junior-Labors, in ihrer spannenden Vorlesung. Mit Fragen wie: „Wusstest du, wie ein Atom aufgebaut ist“, oder „Kennst du die verschiedenen Aggregatzustände der Stoffe“ etc. fesselte Frau Dr. Schmidt ihre Zuhörer­ und Zuhörerinnen. Sie brachte ihnen das Thema ‚Chemie‘ näher. Der Jungster-Moderator Florian Schmanke (u.a. bekannt als Moderator von ‚Vogel der Nacht‘) nahm die Studierenden mit in die Welt der Festivals und berichtete über seinen Alltag, vom Aufbau, über die Anmoderation bis hin zum Treffen mit einigen Prominenten.

 Unter dem Motto: ‚Erlebe den Wald mit allen Sinnen‘, referierte der renommierte Professor Winterfeldt über den Wald als aufregenden Abenteuerspielplatz zu jeder Jahreszeit. Dass Lernen nicht nur im Hörsaal, sondern auch vor Ort stattfinden kann, zeigte die  Exkursion in den Bergtierpark nach Erlenbach.  Das Zusammenspiel von Theorie und Praxis wurden von Förster-Professor Jens Uwe Eder bei einer Erkundungstour durch den Wald, veranschaulicht. Im Seminar ‚Filmtechnik‘ wurde das Produzieren eines Stop-Motion-Films erläutert. Hierbei wurde der Schwerpunkt vor allem auf die Möglichkeiten zur Animation gesetzt.

In dem spannenden Seminar ‚Geocaching‘, Schatzsuche des 21. Jahrhunderts, gingen die Studierenden selbst auf Schatzsuche. Zwei Gaststudentinnen aus Indien (in Kooperation mit der Karl-Kübel-Stiftung) brachten die indische Kultur, die zu den ältesten und vielfältigsten Kulturen der Erde zählt, sehr eindrucksvoll zu Gehör. Religionen wie Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus wurden besprochen und diskutiert. Sehr großen Anklang bei den überwiegend männlichen Studierenden fand der Studienzweig ‚Legorobotics‘, bei dem Roboter und andere interaktive Systeme konstruiert und programmiert wurden. Das deutsche Drachenmuseum und das Heimatmuseum in Lindenfels waren ein weiterer Studienzweig, der geschichtliche Aspekte in den Vordergrund stellte.

Mit einer Diplomarbeit, die eine schriftliche Abgabe, eine Vorführung oder ein Modell über eine Vorlesung oder Seminar sein konnte, schlossen die Studierenden ihr Studium an der Albert-Schweitzer-Universität ab und erhielten  bei einer sehr emotionalen Diplomfeier ihr sehnsüchtig erwartetes Abschlussdiplom.

 

Dies ist nur eine kleine Auswahl der angebotenen Themen, die in der Albert-Schweitzer-Universität angeboten wurden. Franka Franz (aus dem Leitungsteam) äußerte sich sehr positiv über den Verlauf der beiden Campus-Wochen. „Wir hätten niemals gedacht, dass die Kinder so sehr auf dieses Projekt eingehen würden.“ „Bereits am zweiten Tag haben sich alle auf ihre Rolle als erwachsene Studierende eingelassen“, so Daniel Kozacki-Krüger, ‚Präsident‘ der Universität. Er bedankt sich an dieser Stelle bei den Professoren und Professorinnen für Ihren engagierten Einsatz, der Firma Nigefa für die Bereitstellung von Laptops und Beamern, der Carl-Orff-Schule für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und allen Teamern und Teamerinnen für Ihren unermüdlichen Einsatz.